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Ölzähler

Donnerstag, Juli 8th, 2010


Die Ölpest im Golf von Mexiko weitet sich unaufhörlich aus. Wie die “Zeit” berichtet, könnte BP eine Strafe von 1.000 bis 4.300 US-Dollar pro Barrel (1 Barrel = 42 Gallonen = 159 Liter) ausgetretenem Öl erwarten. Die Höhe der Strafe wird sich nach der Antwort auf die Frage richten, ob BP Fahrlässigkeit beim Betrieb der Ölplattform nachgewiesen werden kann.

Das Desaster zeigt jedenfalls deutlich, welche Risiken die Konzerne und mit ihnen schließlich auch die Gesellschaften, die vom Öl abhängig sind, bereit sind zu gehen. Das schwarze Gold wird immer knapper und so greifen die Konzerne zu immer gewagteren Verfahren, um Quellen anzuzapfen.

Die Umweltorganisation Greenpeace fordert deshalb den Stopp von Ölförderung in der Tiefsee und zählt wie links zu sehen ist, jede Gallone mit, die in den Golf von Mexiko strömt.

In „Bis zum letzten Tropfen“ zeigen Matthias Sdun und Jürgen Weberman, wie es um unsere Ölreserven bestellt ist: Nämlich eher schlecht. Und sie entlarven, wie süchtig der Mensch nach der Droge Erdöl ist.

Peak Oil; 14.7. um 23.45 Uhr in der ARD

TV-Tipp: Peak Oil in der ARD

Dienstag, Juni 29th, 2010

Erdöl ist der Schmierstoff des Wirtschaftswachstums und der Treibstoff unseres Wohlstands. Ohne Öl kein Treibstoff für Autos, Flugzeuge und Schiffe. Kein Plastik für Laptops, Handys oder Spielzeug. Keine petrochemischen Produkte wie Reiniger und Lacke. Keine Grundstoffe für Arzneimittel oder Cremes.

In unserer Doku “Bis zum letzten Tropfen – vom Ende des Öls” zeigen wir, wie abhängig unsere Gesellschaft vom Öl ist. Wie nah ist das Ende des Ölzeitalters und was versteht man unter Peak Oil?
Fast drei Jahre haben Jürgen Webermann und Matthias Sdun an ihrem Film gearbeitet. Die Dreharbeiten haben sie über Norddeutschland nach Paris, New York und auf die entlegensten Ölfelder in Saudi-Arabien geführt. Die ARD zeigt die Doku am 14. Juli um 23.45 Uhr. Die Thematik wirft offensichtlich Fragen auf:


Jedes Jahr verbraucht die Menschheit so viel Öl, wie in einer Million Jahren entstanden ist. Um diesen Öldurst dauerhaft zu stillen, müssten wir in den nächsten 20 Jahren vier neue “Öldorados” wie Saudi-Arabien finden.

Doch derart große Felder wurden schon lange nicht mehr entdeckt. Ihr letztes Gigantenfeld Shaybah fanden die Saudis in den 60er Jahren. Mitten in der Wüste Rub al-Chali („Leeres Viertel“), mehr als 400 km entfernt von der nächsten menschlichen Siedlung. Erst 1998 war man in der Lage von hier zu fördern. Für Experten wie Matthew Simmon zeigt Shaybah, dass wir an die Grenzen des technisch Machbaren gehen müssen, um an die letzten Reserven zu kommen.

Wie riskant das ist, zeigt die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Seit der Explosion und dem Untergang der Ölplattform Deepwater Horizon sprudeln täglich 700.000 Liter Öl ins Meer.

Das Erschließen neuer Felder wird aufwändiger und gefährlicher. DIE ZEIT fragt: „Wird das Vabanquespiel in den Untiefen der Meere also bis zum letzten Tropfen betrieben?“

Wir gehen diesen Fragen nach. “Bis zum letzten Tropfen – vom Ende des Öls.” ARD, 14. Juli 23:45.