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Der Vericorder: Audio und Videoschnitt für’s iPhone

Donnerstag, August 5th, 2010

Unterwegs in der russischen Taiga, ein Ufo landet. Gut, dass ich mein iPhone dabei habe mit dem Programm „Vericorder“. Außerirdische interviewen, das Ganze auch noch filmen, schnell vertonen und schneiden – ach ja, und noch fix an die Redaktion schicken – fertig. Klingt unwahrscheinlich, finden Sie? Das mit dem Ufo vielleicht. Aber Vericorder ist Realität. Damit ich für den Ernstfall fit bin, hab ich das Programm schon mal getestet.

„Quick and dirty“ ein Video oder eine Audioslideshow zu produzieren, das geht mit dem Vericorder immer und überall. In dem Express-Modus filmen, gleichzeitig einsprechen – super Sache!

Für ein hochwertigeres Video mit separat eingesprochener Tonspur und O-Ton muss man allerdings mehr Zeit einplanen. Eigentlich hab ich mit dem iPhone genauso lange gebraucht, wie mit einem normalen Schnittprogramm am Computer.

Außerdem ist das Schneiden ganz schön frickelig. Bei dem kleinen Touchscreen ist es mir häufig passiert, dass ich Sachen angeklickt hab, die ich gar nicht verwenden wollte.

Im Laufen zu arbeiten, wie der amerikanische Student in diesem Video, kann ich also auf keinen Fall empfehlen. Denn dann fehlt wirklich das notwendige Fingerspitzengefühl. Zum Glück gibt’s viele technische Spielereien, die einem das Leben leichter machen, zum Beispiel ein Objektiv fürs iPhone oder eine spezielle Halterung.

Wenn Ufos in der Taiga landen oder andere überraschende Ereignisse passieren, bin ich definitiv froh, mein iPhone mit dem Vericorder dabei zu haben. Für aufwendigere Produktionen mit dem Programm empfehle ich: viel Geduld. Oder lieber gleich mit Kamerateam nach Russland reisen…

Allerdings: die Vorstellung, dass ich immer und überall arbeiten könnte, find ich auch ein wenig gruselig. Der Journalist Kolja Robra und der Mediengestalter Nils Burmeister haben dazu ein echtes Horrorszenario entworfen.