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Unterwasseraufnahmen am Great Barrier Reef

Sonntag, September 20th, 2009

Zwei unserer Protagonisten der Dokumentation über “Work and Travel” in Australien heben sich einen großen Wunsch erfüllt und haben einen Tauchschein am Great Barrier Reef gemacht. Da blieb uns nichts anderes übrig, als auch mit der Kamera in den Pazifik zu steigen. Natürlich kann man eine Sony V1 nicht einfach mit ins Wasser nehmen. Schon bei der Durchquerung tiefer Flüsse im vergangenen Jahr in den USA hat uns eine wasserdichte Hülle der Firma EWA-Marine geholfen. Hier in Australien ging es aber darum, mit der Kamera zu tauchen, dazu noch im Salzwasser. Laut Hersteller ist die Hülle bis 10m Wassertiefe dicht. Nach einem ausgiebiegen Test im Hotelpool, der ohne Probleme verlief, ist dann Thomas tatsächlich abgetaucht mit der teuren Sony, bis etwas über 8 Meter tief.

Thomas Hipp Unterwasserkameramann

Thomas Hipp Unterwasserkameramann

Die Sony V1 im EWA-Marine

Die Sony V1 im EWA-Marine

Im Gegensatz zu noch teureren Wasserdichten Boxen ist das EWA-Marine eine wirklich transportable Lösung. Allerdings hat das Filmen unter Wasser generell einige Tücken. Zunächst muss man schon ein geübter Taucher sein, um neben dem Tauchgerät auch noch die Kamera zu bedienen. Eine Hand braucht ein Taucher nämlich eigentlich, um mit Ein- und Ablassen von Druckluft in seine Weste, seinen Auftrieb zu regulieren. Dann ist das Bickfeld durch die Taucherbrille ohnehin schon eingeschränkt. Damit dann noch durch die Kamera im Plastikbeutel zu schauen ist nicht leicht. Auch der Auftrieb der Kamera muss mit Gewichten, die ans EWA-Marine gehängt werden, reguliert werden. Die Vorbereitungen sind also relativ aufwändig. Dazu kommt, dass das Wasser wie ein kräftiger Blaufilter wirkt: je tiefer man taucht, umso mehr Rot wird aus dem Licht gefiltert. Um dem entgegen zu wirken, haben wir einen Weißabgleich auf einem blauen Handtuch gemacht, so dass die Bilder an der Oberfläche einen starken Rotstich haben. Das gleicht die Wirkung des Wassers etwas aus. Eine Alternative dazu wäre, starke Lampen mit zunehmen. Da wir die nicht hatten, haben wir ein wenig ausprobiert, bis wir den ausgleichenden Weißabgleich gefunden haben. Da unter Wasser durch die Hülle Blende und Focus nur schwer zu bedienen sind, haben wir mit einer festen Einstellungen und ausnahmsweise auch mit der Automatik experementiert. Beides hat gute Ergebnisse gebracht. Wenn man die Zeit hat auf den Autofocus zu warten, dann kann man unter Wasser sogar zoomen, wohingegen man bei einer festeingestellten Schärfe eher im Weitwinkeligen Bereich bleiben sollte. Wichtig ist auch, nach jedem Tauchgang das EWA-Marine zu öffnen und zu putzen, innen bildet sich fast immer etwas Kondenswasser. Wenn man das nicht trocknet, beschlägt die Linse. Aber jetzt genug der Technik, das Great Barrier Reef ist eine Unterwasserwunderwelt. Und die Aufnahmen von bunten Korallen und Fischen einfach toll.

Ich habe das ganze schnorchelnd begleitet. Dabei hatte ich meine kleine Leica C-Lux 3 auch in einen wasserdichten Plastikbeutel gesteckt. Die Firma Dicapac aus Korea bietet da günstige Lösungen für fast jede kleine Digitalknipse an. Damit kann man auch unterwasser Fotografieren und Filmen. Nicht so toll, wie die HD Bilder der Sony V1, aber für den Hobbytaucher super. Hier eine kleine Kostprobe:

Grüße aus Australien, Max v. Klitzing