Archive for the ‘It's tooltime’ Category

Schon mal was von Tilt-Shift gehört?!?

Montag, Juli 25th, 2011

… nicht? Aber gesehen! Denn momentan wird dieser oft in Werbungen eingesetzt und auch immer mehr Digitalkameras sind mit diesem Effekt ausgestattet. Der Sinn ist es, ein normales Bild so aussehen zu lassen, als würden wir uns im Miniatur Wunderland befinden. Aber wie macht man das? Ich habe mich mal damit beschäftigt und wollte diesen Effekt einmal selber basteln.
Der Clou ist von möglichst weit oben zu filmen, so dass man einen möglichst guten Überblick über den Platz bekommt. Die Menschen sollten nur schemenhaft zu erkennen sein, damit der Effekt besser wirkt.
Bei der Nachbearbeitung sollte man im oberen sowie im unteren Bildbereich eine Unschärfe hinzufügen. Ein kleiner Bereich der sich mittig durch das Bild zieht bleibt scharf. Das geht bei FinalCut am Besten mit einer sanft auslaufenden Maske. Der scharfe Bereich sollte auch die Hauptaktion beinhalten, weil unsere Blick dort hingezogen wird. Wichtig ist, die Sättigung, sowie den Kontrast extrem hoch zu drehen, damit der “Spielzeug-Effekt” noch besser zur Geltung kommt. Dem ganzen noch eine Portion Beschleunigung hinzufügen (ich habe die 6-9 Fache Geschwindigkeit gewählt) und fertig ist das selbst entworfene Miniaturland!

Viel Spaß beim Ausprobieren

Kim

Tilt Shift – Little Hamburg from freeeye.tv on Vimeo.

GoPro HD: Auf dem Weg zur Arbeit

Dienstag, Juni 7th, 2011

Wenn in Zukunft Weltreporter Dennis Gastmann wieder eine Stierkampfarena betreten sollte oder Herr Eppert auf der Suche nach dem Glückskick eine Hauswand herunterlaufen sollte, sind wir mit unserer neuen Kamera bestens gerüstet. Denn die GoPro lässt sich an so ziemlich allem befestigen, was man sich vorstellen kann, ist dabei kleiner als eine Zigarettenpackung und durch ein Gehäuse auch noch wasserdicht. Hier im Test ist sie am Fahrrad montiert. Was hier, um die Datenrate überschaubar zu halten, nicht zu sehen ist: Die GoPro  zeichnet in FullHD (1920 x 1080 mit 25p oder 1280 x 960 mit 25/50p) auf.

Musik von sebteix “Midnight Funk”

Im Test: Die “Guncam”

Montag, März 28th, 2011

Ganz begeistert kommt Max letztens bei freeeye.tv ins Büro. “Guck mal, was ich mir gekauft habe!”, ruft er und streckt der Praktikantin Anna-Lena ein kleines schwarzes Ding entgegen. “Einen Autoschlüssel?”, fragt sie verwundert. “Nein, die wahrscheinlich kleinste Kamera der Welt!… Mach doch mal einen Testbericht!”

Gesagt, getan: Konzept überlegt, Helfer engagiert und fleißig getestet, gedreht, geschnitten und getextet.

Aber wie gut ist das Mini-Ding nun wirklich?

Gowalla im Schnitzeltest mit Rainer Maria Jilg

Mittwoch, Oktober 6th, 2010

Für drei Tage hatten wir bei freeeye.tv Rainer Maria Jilg zu Gast. Der TV-Moderator (DasDing TV, SWR) hat für uns den ortsbasierten Social-Network Dienst Gowalla getestet. Hier das Ergebnis unserer Schnitzeljagd durch die Hafen-City.

Creative Commons License Walking_running_flying! by tethia is licensed under a Attribution Noncommercial (3.0).

Antony Raijekov: “When Waves Trying to Catch a Marvle”

Der Vericorder: Audio und Videoschnitt für’s iPhone

Donnerstag, August 5th, 2010

Unterwegs in der russischen Taiga, ein Ufo landet. Gut, dass ich mein iPhone dabei habe mit dem Programm „Vericorder“. Außerirdische interviewen, das Ganze auch noch filmen, schnell vertonen und schneiden – ach ja, und noch fix an die Redaktion schicken – fertig. Klingt unwahrscheinlich, finden Sie? Das mit dem Ufo vielleicht. Aber Vericorder ist Realität. Damit ich für den Ernstfall fit bin, hab ich das Programm schon mal getestet.

„Quick and dirty“ ein Video oder eine Audioslideshow zu produzieren, das geht mit dem Vericorder immer und überall. In dem Express-Modus filmen, gleichzeitig einsprechen – super Sache!

Für ein hochwertigeres Video mit separat eingesprochener Tonspur und O-Ton muss man allerdings mehr Zeit einplanen. Eigentlich hab ich mit dem iPhone genauso lange gebraucht, wie mit einem normalen Schnittprogramm am Computer.

Außerdem ist das Schneiden ganz schön frickelig. Bei dem kleinen Touchscreen ist es mir häufig passiert, dass ich Sachen angeklickt hab, die ich gar nicht verwenden wollte.

Im Laufen zu arbeiten, wie der amerikanische Student in diesem Video, kann ich also auf keinen Fall empfehlen. Denn dann fehlt wirklich das notwendige Fingerspitzengefühl. Zum Glück gibt’s viele technische Spielereien, die einem das Leben leichter machen, zum Beispiel ein Objektiv fürs iPhone oder eine spezielle Halterung.

Wenn Ufos in der Taiga landen oder andere überraschende Ereignisse passieren, bin ich definitiv froh, mein iPhone mit dem Vericorder dabei zu haben. Für aufwendigere Produktionen mit dem Programm empfehle ich: viel Geduld. Oder lieber gleich mit Kamerateam nach Russland reisen…

Allerdings: die Vorstellung, dass ich immer und überall arbeiten könnte, find ich auch ein wenig gruselig. Der Journalist Kolja Robra und der Mediengestalter Nils Burmeister haben dazu ein echtes Horrorszenario entworfen.

Die Chronik der Ölpest, Timetube und Peak Oil in der ARD

Mittwoch, Juli 7th, 2010

Ist der Explosion der Deepwater Horizon und die Ölpest im Golf von Mexiko das “Tschernobyl des Ölzeitalters?” - das fragt sich die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Das Ausmaß der Katastrophe übertrifft jedenfalls alle Tankerunfälle der Vergangenheit. Noch immer sprudelt Öl ins Meer. Eine todbringende Wolke breitet sich über den Golfstrom in den Atlantik aus. Das öffentliche Interesse geht laut Mashable jedoch zurück. Der Social Media Dienst zeigt mit Hilfe von Statistiken, wie das Stichwort “Oil Spill” innerhalb der letzten Wochen in der Blogosphere, bei Twitter Tweets und Google-Suchanfragen abnimmt.
MIt Hilfe des Videotools Timetube haben wir einmal eine Chronologie aller Youtube-Filme mit dem Stichwort “Ölpest” zusammengestellt. Ein Film über Peak Oil taucht dort noch nicht auf – deshalb hier unser Tipp: Am 14. Juli um 23:45 zeigt die ARD unsere Doku “Peak Oil – Bis zum letzten Tropfen”.

Sound and the City

Mittwoch, Mai 19th, 2010

Wie klingt Hamburg? Und wie klingen die Hamburger, wenn sie selbst die Musik für markante Plätze der Stadt kreieren? Dieser Frage sind die Hamburger Philharmoniker nachgegangen: mit dem Projekt “Sounds of Hamburg”.

Auf der interaktiven Webseite www.sounds-of-hamburg.de wird der User ganz einfach zum Arrangeur und Dirigenten: Man klickt einen Ort an, zum Beispiel die Landungsbrücken. Eine Webcam überträgt das Bild Tag und Nacht live. Hier kann man dann mehrere Flächen im Bild mit verschiedenen Orchesterinstrumenten belegen.


Dank Motion-Tracking mit den zufällig den Bildausschnitt durchquerenden Radfahrern, Autos und Passanten werden ganz unterschiedliche Klänge produziert. So entsteht eine ganz individuelle Komposition, die sich ständig verändert.

Andere Kompositionsorte sind z.B. die Landungsbrücken oder das Tropen-Aquarium in Hagenbecks Tierpark. Hier werden die durchs Bild fahrenden Hafenfähren oder Fische zu “Tonträgern”.

Der Komponist Roman Vinuesa hat für jeden der Orte einen charakteristischen Klang geschaffen. Die Einspielungen stammen von Musikern der Philharmoniker; alle werden auf der Website kurz portraitiert.

Entdeckt haben wir “Sounds of Hamburg” übrigens auf www.thefwa.com - eine Website, die neue Onlineprojekte vorstellt und täglich eine Website des Tages präsentiert. Eine wahre Fundgrube!

Abgefahrene Fahrten

Dienstag, April 13th, 2010

Schöne Bilder zu drehen ist eine Kunst für sich. Aus einem schönen Bild eine wirklich cineastisch-anmutende Aufnahme zu machen, ist mit normalem VJ-Equipment noch eine ganze Spur schwerer. Es gibt jedoch einen schönen Weg aus einem starren Motiv eine wirklich bewegende Aufnahme zu machen: durch – nunja – Bewegung.

Lange ging dafür kein Weg vorbei an schweren, komplexen und vor allem teuren Dolly-Systemen, wie sie im Film verwendet werden. Doch es gibt einen Flecken auf dieser Welt, der für seine Sparsamkeit berühmt ist. Und wie sollte es anders sein, als dass ausgerechnet aus Schottland eine kleine Firma eine ziemlich praktische und günstige Lösung zu diesem Thema anbietet? Die Firma Glidetrack aus der Nähe von Glasgow hat es sich zur Aufgabe gemacht, kleine, kompakte Dolly-Systeme zu entwickeln, die ein bisschen mehr „Wow“ in Videoaufnahmen zaubern. Die Systeme sind 50 bis 200 cm lang, in wenigen Handgriffen aufgebaut und zu relativ erschwinglichen Preisen erhältlich.

Wie viel „Wow“ Glidetrack in Aufnahmen zaubern kann, zeigt dieses schönen Video von Stylesnacks über die „Garage 11“ in Hamburg.


Underground::A visit to Garage11 from Stylesnacks on Vimeo.

freeeye.tv sagt Danke & wünscht alles Gute für 2010!

Freitag, Januar 1st, 2010

Falls Sie noch jemandem Danke sagen wollen, dann lassen Sie sich mal von den Schweden inspirieren . Der dortige öffentlich-rechtliche Rundfunk hat gerade eine besonders kreative und interaktive Kampagne gestartet, um den Schweden das Gebührenzahlen schmackhaft zu machen. Motto: Einfach mal Danke sagen. Bei irgendjemanden. Einfach mal ein Foto hochladen und schauen was passiert. Wir haben das mal gemacht. Das Ergebnis rechtfertigt die lange Ladezeit. Viel Spaß beim Selbermachen und Danke sagen auf en.tackfilm.se

Ach ja…und alles Gute für 2010!

Unterwasseraufnahmen am Great Barrier Reef

Sonntag, September 20th, 2009

Zwei unserer Protagonisten der Dokumentation über “Work and Travel” in Australien heben sich einen großen Wunsch erfüllt und haben einen Tauchschein am Great Barrier Reef gemacht. Da blieb uns nichts anderes übrig, als auch mit der Kamera in den Pazifik zu steigen. Natürlich kann man eine Sony V1 nicht einfach mit ins Wasser nehmen. Schon bei der Durchquerung tiefer Flüsse im vergangenen Jahr in den USA hat uns eine wasserdichte Hülle der Firma EWA-Marine geholfen. Hier in Australien ging es aber darum, mit der Kamera zu tauchen, dazu noch im Salzwasser. Laut Hersteller ist die Hülle bis 10m Wassertiefe dicht. Nach einem ausgiebiegen Test im Hotelpool, der ohne Probleme verlief, ist dann Thomas tatsächlich abgetaucht mit der teuren Sony, bis etwas über 8 Meter tief.

Thomas Hipp Unterwasserkameramann

Thomas Hipp Unterwasserkameramann

Die Sony V1 im EWA-Marine

Die Sony V1 im EWA-Marine

Im Gegensatz zu noch teureren Wasserdichten Boxen ist das EWA-Marine eine wirklich transportable Lösung. Allerdings hat das Filmen unter Wasser generell einige Tücken. Zunächst muss man schon ein geübter Taucher sein, um neben dem Tauchgerät auch noch die Kamera zu bedienen. Eine Hand braucht ein Taucher nämlich eigentlich, um mit Ein- und Ablassen von Druckluft in seine Weste, seinen Auftrieb zu regulieren. Dann ist das Bickfeld durch die Taucherbrille ohnehin schon eingeschränkt. Damit dann noch durch die Kamera im Plastikbeutel zu schauen ist nicht leicht. Auch der Auftrieb der Kamera muss mit Gewichten, die ans EWA-Marine gehängt werden, reguliert werden. Die Vorbereitungen sind also relativ aufwändig. Dazu kommt, dass das Wasser wie ein kräftiger Blaufilter wirkt: je tiefer man taucht, umso mehr Rot wird aus dem Licht gefiltert. Um dem entgegen zu wirken, haben wir einen Weißabgleich auf einem blauen Handtuch gemacht, so dass die Bilder an der Oberfläche einen starken Rotstich haben. Das gleicht die Wirkung des Wassers etwas aus. Eine Alternative dazu wäre, starke Lampen mit zunehmen. Da wir die nicht hatten, haben wir ein wenig ausprobiert, bis wir den ausgleichenden Weißabgleich gefunden haben. Da unter Wasser durch die Hülle Blende und Focus nur schwer zu bedienen sind, haben wir mit einer festen Einstellungen und ausnahmsweise auch mit der Automatik experementiert. Beides hat gute Ergebnisse gebracht. Wenn man die Zeit hat auf den Autofocus zu warten, dann kann man unter Wasser sogar zoomen, wohingegen man bei einer festeingestellten Schärfe eher im Weitwinkeligen Bereich bleiben sollte. Wichtig ist auch, nach jedem Tauchgang das EWA-Marine zu öffnen und zu putzen, innen bildet sich fast immer etwas Kondenswasser. Wenn man das nicht trocknet, beschlägt die Linse. Aber jetzt genug der Technik, das Great Barrier Reef ist eine Unterwasserwunderwelt. Und die Aufnahmen von bunten Korallen und Fischen einfach toll.

Ich habe das ganze schnorchelnd begleitet. Dabei hatte ich meine kleine Leica C-Lux 3 auch in einen wasserdichten Plastikbeutel gesteckt. Die Firma Dicapac aus Korea bietet da günstige Lösungen für fast jede kleine Digitalknipse an. Damit kann man auch unterwasser Fotografieren und Filmen. Nicht so toll, wie die HD Bilder der Sony V1, aber für den Hobbytaucher super. Hier eine kleine Kostprobe:

Grüße aus Australien, Max v. Klitzing